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“ Fleiß und Disziplin schlägt Talent... "dies und mehr konnten wir von Trainer Alex Auer (MFFC) erfahren als er uns für ein Kurzinterview zur Verfügung stand. Wir wünschen uns weitere ambitionierte Trainer, die sich ehrenamtlich für unseren Nachwuchs in sämtlichen Sportarten engagieren. DANKE ALEX...aber lest selbst...

1. Du bist ja nun schon eine Weile beim MFFC. Welche Erfahrungen hast Du bei der Arbeit mit jungen Mädels im Training gemacht und ist es tatsächlich schwieriger mit Mädchen/ Frauen zu arbeiten oder mit Jungs/ Herren.
Eine Weile würde ich nicht sagen, es sind dann doch nur zwei Jahre.
Mädchen/Frauen sind Jungen in der körperlichen, wie auch geistigen Entwicklung im Voraus. Dementsprechend bilden sich früher individuelle Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Charakteren heraus. Das bedeutet nicht, dass sich dadurch automatisch ein Vorteil oder Nachteil ergibt. Vielmehr sind die Anforderungen an den Trainer eine weibliche Mannschaft bezüglich der Kommunikation, des Teambuildings und in der Ansprache einzelner Spielerinnen komplexer. Insgesamt ist meine Erfahrung im Mädchen/Frauenfußball positiv. Ein Grund dafür ist die hohe Aufnahmefähigkeit der Spielerinnen. Neuerlernte Fähigkeiten sind motivierend für Spielrinnen und Trainer.

2. Du bist ja noch ein recht junger Trainer. Welche Vorbilder hast Du und war es immer schon ein Wunsch von dir in den Trainerstab zu gehen.
Mein größtes Vorbild ist Jürgen Klopp. Seine Spielidee und Spielphilosophie sind einfach überragend. Das schnelle Spiel nach der Balleroberung fand ich schon zu meiner aktiven Zeit cool. Am eindrucksvollsten ist für mich jedoch der Umgang mit den Spielern. Auch seine emotionale Persönlichkeit ist einzigartig. Ihn zu kopieren, versuche ich allerdings nicht. Ein emotionales „Rumgetanze“ würde nicht meiner Person entsprechen.
3. Bei den Fotoaufnahmen im Zoo ist uns aufgefallen, dass du es sehr schnell im Griff hattest, die Truppe für die Bilder zu ordnen. Du bist bei der Bundeswehr wie wir wissen. Wie steht es da mit der Disziplin für dich. Siehst du dich als strengen Trainer? Worauf legst du bei der Mannschaft oder auch bei den einzelnen Spielerinnen besonderen Wert.
Ja das ist richtig. Disziplin ist eine Eigenschaft, die jeder Spieler oder Spielerin mitbringen sollte. Die Phrase, Ehrgeiz und harte Arbeit schlagen jedes Talent, ist einfach so dahin gesagt. Bei genaueren Hinsehen, stellt man schnell fest, dass es ohne Disziplin nicht funktioniert. Diszipliniert zu jeder Zeit und an jeden Ort und wann immer sie angebracht ist. Beispielhaft hierfür vergleiche ich gedanklich die Entwicklung zwei unterschiedlicher Spielerinnen mit unterschiedlichen persönlichen Voraussetzungen. Spielerin A ist hochtalentiert, ruht sich allerdings im Training aus und versteht ihre Aufstellung im Kader als selbstverständlich. Im Gegensatz hierzu weist Spielerin B weniger Talent auf, arbeitet allerdings hart an sich und gibt in jeder Trainingseinheit alles. Ich verspreche, dass dieser Ehrgeiz im Verlauf ihrer Karriere zu einer größeren Weiterentwicklung führen wird.
Worauf lege ich besonderen Wert? Ich bin hart, aber fair. Mit einer lässigen Einstellung beziehungsweise „Sicherheitsdenken“ erreicht man bei mir nichts. Würde ich dies missachten, verstieße ich gegen meine eigenen Prinzipien. Disziplin und Dankbarkeit. Letzteres sollte jeder Spielerin bewusst sein. Es ist keine Selbstverständlichkeit, in der Bundesliga oder Regionalliga spielen zu dürfen. Ich weiß, dass ich mit dieser Einstellung nicht viele Freunde finde…..Aber vielleicht unterscheidet mich das von anderen Trainern.

4. Wie sehen die Ziele aus für das Team. Gibt es bestimmte Vorgaben, die vom Präsidium erwartet werden, kannst du dich in deiner Trainerarbeit frei entfalten und was denkst Du wo steht die Mannschaft derzeit und wo möchtet ihr am Ende hin (gern auch in Bezug auf das Mannschaftsgefüge, Freundlichkeit untereinander, Teamfähigkeit, Ehrgeiz usw.)
Ich bin davon überzeugt, dass sich alle Mitglieder des Vereins über das Ziel einig sind und das heißt vorerst Klassenerhalt! Der Vorstand brauch uns in dem Hinblick keine Vorgaben machen. Ohnehin stehen alle Leistungsmannschaften im regen Austausch. Auch die Trainer, einschließlich das Trainerteam der ersten Frauen, besitzen die Möglichkeit sich frei zu entfalten. Wir haben in den ersten beiden Rückrundenspielen 4 von möglichen 6 Punkten geholt. Das ist ein Riesen Schritt in die richtige Richtung. Die Spielerinnen sind sich ihrer Aufgabe und derzeitigen Herausforderung bewusst. Jeder muss jetzt an sein Limit. Das ist zum Teil Aufgabe der Mannschaft, aber viel wichtiger ist unser Anteil. Wir als Trainerteam müssen jetzt alle Schubladen öffnen und das Beste rausholen. Der Gewinn der Landesmeisterschaft im Futsal B-Juniorinnen, sowie C-Juniorinnen war extrem gut fürs Ego. Meine Wahrnehmung, WIR SIND EIN TEAM. Folgen jetzt noch weitere Gute Auftritte beim NOFV-Cup, sehe ich dem Klassenerhalt zuversichtlich entgegen. „Magdeburger FFC, ein Team“ vielleicht bekomme ich den Spruch ja bei den Mädels durch.

5. Ich sehe, dass die B-Juniorinnen eine großen Zugang zu dir haben, zwischenmenschlich und die Zusammenarbeit gut läuft. Zunächst hast Du noch an der Seite von Michael Böhm gestanden. Warum bist du nun zu den B-Junioren gewechselt oder unterstützt du beide Mannschaften.
Ich selber bekomme das nicht so mit. Um so schöner ist es, wenn es außenstehende sehen und mir mitteilen. Dennoch freue ich mich natürlich. Das erleichtert auch die Arbeit mit den Mädels.
Als erstes möchte ich sagen, mir viel es verdammt schwer das Team zu verlassen. Sicherlich war am Anfang nicht alles Gold was glänzt, aber mittlerweile hatte ich das Gefühl, wir sind eine Einheit. Auch wenn die Erfolge nicht dauerhaft waren, hatten wir immer Spaß auf und neben dem Platz. Perfekt!
Ich stand also sehr gerne an Michas und Melles Seite. Der Schritt war keine Kurzschlussreaktion. Benjamin Lehmeier stand Tag für Tag allein auf dem Platz und musste mit einen Trainingskader von 25 Mädels zurecht kommen, nicht einfach. Ich zweifle keinesfalls an seine Trainerqualität und sage, ich bin jetzt hier und zeige wie es geht. Das ist auf keinen Fall so. Vielmehr hat mich der Vorstand gebeten ihn zu unterstützen. Nach kurzer Überlegungszeit und vielen Gesprächen mit Vereinsmitgliedern, habe ich mich dazu entschlossen den Schritt zugehen. Ich möchte auch betonen, dass das ganze ohne meine Familie nicht möglich wäre. Sie steht dahinter auch wenn wir bald ein weiteres Familienmitglied begrüßen dürfen. Jedoch keine potentielle Verstärkung für den MFFC.
Abschließend gesagt, ich unterstütze bis zum Saisonende nur die U17. Danach wird es mich zurück zur ersten ziehen.

6. In der Vergangenheit habe ich viele Trainer kommen und gehen sehen, manche sind dann zu Vereinen mit großen Namen gewechselt, kommen aber auch gern zurück und schauen den aktuellen Spielerinnen gern zu und sind dabei sicher auch recht stolz, dass sie einen Teil dazu beigetragen haben in der sportlichen Entwicklung. Wie sind deine persönlichen Ziele bezüglich der Trainerarbeit.
Die Frage kann ich kurz, knapp und bündig beantworten. Wenn ich nicht entlassen werde, werde ich für die nächsten Jahre beim MFFC tätig sein. Was privat oder beruflich passiert, weiß man nie.

7. Raum für dich, wenn du noch was zusätzlich ergänzen möchtest.
Ich habe die MFFC Familie als korrekt und loyal kennengelernt. Ich habe in meiner Fußballkarriere viele Vereine gesehen. Zwei Vereine werde ich nicht mehr vergessen. Magdeburger FFC und mein Heimatverein FSV Wespen. Beide Vereine haben Parallelen. Man weiß wo man zuhause ist, auch wenn es manchmal nicht leicht ist…

xx Bericht folgt

xx Bericht folgt

xx Was war denn im den Spiel der C-Jugend des TSV Niederndodeleben los? War es noch zu ungewohnter Zeit? Etwas verschlafen gingen die Spielerinnen des TSV Niederndodeleben in die Partie gegen die Gäste des Güsener HC. Den sonst so spritzigen Spielerinnen vom TSV wollte die Abwürfe und 7-Meter nicht so richtig gelingen. In der ersten Hälfte der Begegnung mussten sie stark kämpfen, um es den Gästen nicht zu leicht zu machen und kamen auch mal in den Rückstand. Zwischenzeitlich sah es danach aus, dass die angereisten Gäste einen Auswärtssieg und wichtige Punkte mit nach Hause nehmen. In der zweiten Halbzeit kämpften sich die Spielerinnen des TSV Niederndodeleben in das Spiel zurück, bauten sich eine knappe Führung aus und konnten am Ende glücklich und siegreich vom Feld gehen.

xx Am Samstag im Spiel gegen den HSV Magdeburg mussten die Osterburgerinnen punktlos ihre Heimreise antreten. Schon frühzeitig konnten die Spielerinnen des HSV in Führung gehen. Bereits nach wenigen Minuten Hin und Her übernahmen die Magdeburgerinnen das Kommando in dieser Partie und machten sich auf und davon. Dennoch ließen die Gäste nicht nach und versuchten Treffer um Treffer gegen die Magdeburger Spielerinnen gut zu machen. Mit zunehmenden Spielverlauf zeigte sich jedoch eine deutliche Schere zwischen beiden Teams und das Team vom HSV machte sich unantastbar auf und davon.